Eines des spannendsten Features bei AMDs kommenden Phenom II X6 ist der Turbo Core Modus, der bis zu drei Kerne übertakten kann. ASUS arbeitet offenbar an einer Lösung, die ähnliches auch mit älteren CPUs ermöglichen soll.
Letzte Woche gab AMD endlich offizielle Details zum Turbo-Modus der kommenden Vier- und Sechskern-CPUs heraus. Dieser sieht vor, dass bei CPUs mit Thuban- (Hexa-Core) bzw. Zosma-Kern (Quad-Core) einzelne Cores hochgetaktet werden können, sobald mindestens die Häfte der Prozessorkerne untätig sind (siehe: Details zu AMDs Turbo-Modus). Eine spannende Meldung zu diesem Thema findet man bei SemiAccurate. Dort ist man beim Stöbern auf der türkischsprachigen Seite Donanimhaber auf Folien einer Präsentation von ASUS gestoßen. Offenbar geht dem Boardhersteller diese Technik nicht weit genug und ist gleichzeitig zu unflexibel. Die Präsentation legt nahe, dass ASUS an einer eigenen Lösung mit dem Namen "Turbo Unlocker" arbeitet.
Es handelt sich dabei wohl um eine Software-Lösung, die Teil von ASUS' TurboV-EVO-Utility werden soll. Wenn die Informationen bei SemiAccurate stimmen, würde dieses Tool nicht nur bei Thuban- und Zosma-CPUs funktionieren, sondern auch bei allen Black-Edition-Modellen von AMD - und zwar unabhängig von der Kernzahl. SemiAccurate schließt aus den Folien außerdem, dass der ASUS-Ansatz sehr viel flexibler arbeite, und zwar sowohl bei der Anzahl der übertakteten Keren (von einem bis hin zu allen sechs beim Thuban) als auch bei den Übertaktungsschritten.
Laut ASUS lässt sich ein einzelner aktiver Kern um bis zu 500 MHz übertakten. Sind zwei bis vier Kerne aktiv, sollen noch mindestens 400 MHz möglich sein. Haben alle sechs Kerne des Thuban etwas zu tun, spricht ASUS immer noch von bis zu 200 MHz. Gleichzeitig soll die TDP des jeweiligen Prozessors nicht überschritten werden. Zum Vergleich: AMDs Lösung ist starr und kann maximal bei drei Kernen den Takt um einen festen Wert von 400 bzw. 500 MHz anheben (je nach Modell).
Der Turbo Unlocker soll mit allen ASUS-Boards mit den AMD-Chipsätzen 890GX, 890FX, 880G und 870 funktionieren, wobei einige der bei Donanimhaber aufgeführten Modelle noch nicht einmal offiziell erhältlich sind. Voraussetzung ist wie auch bei AMDs eigenem Ansatz mit dem Namen Turbo Core ein aktuelles BIOS. |
Quelle: www.tomshardware.de
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